
von Sarah Zimmermann

So viele verschiedene Farben und Geschmäcker erwarten dich in Sri Lanka. Natürlich sind es vor allem tropische Früchte wie Bananen, Mangos, Papayas und Ananas, die du hier überall antreffen wirst. Aber eines habe ich ziemlich schnell gelernt: Banane ist nicht gleich Banane und Mango ist definitiv nicht gleich Mango.
Viele der Früchte kennst du wahrscheinlich bereits aus Europa. Trotzdem lohnt es sich, sie hier noch einmal neu zu probieren. Denn geschmacklich sind sie teilweise kaum mit dem zu vergleichen, was wir aus europäischen Supermärkten kennen.
Und dann gibt es natürlich noch all die Früchte, bei denen du vielleicht erst einmal davorstehst und dich fragst: Was ist das überhaupt und wie esse ich das? Wood Apple, Rambutan, Mangosteen, Soursop, Ambarella, Jackfruit und noch einige mehr. Manche sind süss, andere ziemlich sauer, manche cremig und bei anderen braucht es vielleicht ein bisschen Mut für den ersten Bissen.
In diesem Guide zeigen wir dir, welche Früchte du in Sri Lanka entdecken kannst, wie sie schmecken, wann sie Saison haben und unter welchem Namen du sie auf Sinhala und Tamil findest. Bei einigen schauen wir uns auch die verschiedenen Sorten genauer an, denn spätestens bei Bananen und Mangos wirst du sehen, dass Mango nicht gleich Mango und Banane nicht gleich Banane ist.

Mango
English: Mango
German: Mango
Sinhala: අඹ (Amba)
Tamil: மாம்பழம் (Māmpaḻam)
Starten wir mit einer Frucht, von der du wahrscheinlich denkst, dass sie keiner grossen Erklärung bedarf. Schliesslich findest du Mangos mittlerweile fast überall auf der Welt. Aber warte, bis du deine erste richtig reife Mango in Sri Lanka gegessen hast.
Wie schmecken Mangos in Sri Lanka?
Süss, saftig, intensiv fruchtig und je nach Sorte ganz unterschiedlich. Manche Mangos haben weiches, fast cremiges Fruchtfleisch, andere sind fester oder etwas faseriger. Auch Süße, Säure, Farbe und Aroma unterscheiden sich deutlich.
Und genau deshalb lohnt es sich, in Sri Lanka nicht nur einmal Mango zu probieren.
Warum Mango nicht gleich Mango ist in Sri Lanka
In Sri Lanka wachsen verschiedene Mangosorten. Zu den bekannten Sorten gehören unter anderem Karthacolomban, Willard und Vellaicolomban. Sie unterscheiden sich in Grösse, Farbe, Konsistenz und Geschmack. Karthacolomban gehört beispielsweise zu den beliebten Mangosorten Sri Lankas und hat bei voller Reife ein wunderschön goldgelbes bis oranges, saftiges Fruchtfleisch.
Du wirst ausserdem feststellen, dass Mangos hier nicht erst gegessen werden, wenn sie weich und süss sind. Auch unreife grüne Mangos sind beliebt. Sie sind knackig und ziemlich sauer und werden zum Beispiel mit Salz und Chili gegessen. Mangos werden hier aber nicht nur roh gegessen. Auch gekocht findest du sie häufig, zum Beispiel süss sauer, manchmal etwas scharf oder als Mango Curry.
Wann ist Saison für die Mango in Sri Lanka?
Mangos findest du je nach Sorte und Region über einen längeren Zeitraum. Die Verfügbarkeit kann allerdings von Region, Niederschlag und Wetterbedingungen abhängen und von Jahr zu Jahr etwas variieren.
Das gilt übrigens nicht nur für Mangos. Bei vielen Früchten in Sri Lanka gibt es eine Hauptsaison, teilweise eine zweite Erntezeit oder regionale Unterschiede. Deshalb solltest du unseren Saisonkalender am Ende dieses Artikels eher als Orientierung sehen, denn die Natur hält sich schliesslich nicht immer exakt an einen Kalender.

Banana
English: Banana
German: Banane
Sinhala: කෙසෙල් (Kesel)
Tamil: வாழைப்பழம் (Vāḻaippaḻam)
Wenn du bei Bananen bisher einfach zwischen gelb und grün unterschieden hast, wird es in Sri Lanka ein bisschen komplizierter. Denn hier gibt es zahlreiche verschiedene Bananensorten und die unterscheiden sich nicht nur in ihrer Grösse und Farbe, sondern auch deutlich in Geschmack und Konsistenz.
Bananen gehören in Sri Lanka zu den Früchten, die du praktisch überall findest. Auf Märkten und an Fruchtständen hängen oft gleich mehrere verschiedene Sorten nebeneinander. Kleine, grosse, dicke, dünne, gelbe, grünliche und sogar rötliche.
Wie schmecken Bananen in Sri Lanka?
Das kommt ganz darauf an, welche du erwischst. Einige Sorten sind sehr süss und weich, andere etwas fester, cremiger oder haben eine leichte Säure. Genau deshalb lohnt es sich, nicht einfach immer zur gleichen Banane zu greifen.
Zu den bekannten Bananensorten in Sri Lanka gehören unter anderem:
Ambul Kesel: gehört zu den Bananen, die du in Sri Lanka sehr häufig findest. Die Früchte sind eher klein bis mittelgross und haben einen süssen Geschmack mit einer leicht säuerlichen Note. Daher kommt auch der Name, denn „Ambul“ bedeutet auf Sinhala sauer.
Seeni Kesel: Wer es süss mag, sollte Seeni Kesel probieren. „Seeni“ bedeutet Zucker und der Name passt ziemlich gut. Die Bananen sind eher klein, süss und angenehm weich.
Kolikuttu: ist eine der beliebten Bananensorten in Sri Lanka. Sie ist etwas grösser und kräftiger als Seeni Kesel und hat ein süsses, aromatisches und eher cremiges Fruchtfleisch. Sie gehört oft auch zu den etwas teureren Bananensorten.
Anamalu: erkennst du an ihrer länglichen Form. Das Fruchtfleisch ist weich und cremig und der Geschmack eher mild und süss.
Rath Kesel: Und ja, in Sri Lanka gibt es sogar rote Bananen. Rath Kesel fällt sofort durch ihre rötliche bis dunkelrote Schale auf. Das Fruchtfleisch ist cremig und süss und geschmacklich noch einmal etwas anders als die klassischen gelben Bananen.
Neben diesen Sorten gibt es noch zahlreiche weitere. Du musst dir die Namen natürlich nicht alle merken. Am besten machst du es wie wir und probierst dich einfach durch.
Bananen werden nicht nur als Frucht gegessen
Banane ist nicht nur etwas, das man schält und direkt isst. In Sri Lanka werden verschiedene Bananenarten auch zum Kochen verwendet. Besonders Kochbananen werden beispielsweise für Currys verwendet. Und selbst die Blüte der Bananenpflanze landet hier auf dem Teller. Aus der Banana Blossom, auf Sinhala Kesel Muwa, werden verschiedene Gerichte zubereitet.
Die Banane nach dem Essen. Das ist etwas, das mir ziemlich schnell aufgefallen ist. Nach einem grossen Teller Rice and Curry denkt man eigentlich, man sei satt und dann kommt noch die Banane oben drauf. Wundere dich also nicht, wenn du in Sri Lanka bei einer Familie zum Essen eingeladen bist und dann nach der Hauptmahlzeit noch Bananen auf den Tisch kommen. Denn Bananen werden hier gerne nach dem Mittagessen oder Abendessen als kleiner süsser Abschluss gegessen.
Wann ist Saison für Bananen in Sri Lanka?
Das Gute an Bananen ist, dass du sie in Sri Lanka praktisch das ganze Jahr über findest. Welche Sorten gerade besonders gut verfügbar sind und wie viel sie kosten, kann jedoch variieren. Wie bei vielen Früchten beeinflussen Ernte, Region, Nachfrage und Wetterbedingungen die Verfügbarkeit und den Preis. Deshalb kann eine Bananensorte heute günstig sein und einige Zeit später deutlich mehr kosten.

Pineapple
English: Pineapple
German: Ananas
Sinhala: අන්නාසි (Annasi)
Tamil: அன்னாசிப்பழம் (Annasipazham)
Auch Ananas gehört zu den Früchten, die du natürlich längst kennst. Trotzdem solltest du sie in Sri Lanka unbedingt noch einmal probieren.
Wie schmeckt Ananas in Sri Lanka?
Eine reife Ananas ist herrlich saftig, süss und gleichzeitig leicht säuerlich. Gerade wenn du bisher hauptsächlich Ananas aus dem europäischen Supermarkt kennst, wirst du den Unterschied wahrscheinlich schnell merken. Frisch und richtig reif ist der Geschmack einfach viel intensiver. In Sri Lanka werden verschiedene Ananassorten angebaut. Zu den bekanntesten gehören Mauritius und Kew. Mauritius ist besonders für den frischen Verzehr beliebt und zeichnet sich durch ihren süssen Geschmack aus. Und falls dir einfach nur Ananas zu langweilig ist, probiere sie einmal mit etwas Salz und Chili. Die Kombination aus süss, sauer, salzig und scharf ist hier sehr beliebt und definitiv einen Versuch wert.
Ananas wird aber nicht nur zwischendurch als Frucht gegessen. Wir essen sie zum Beispiel auch gerne zum Mittagessen zusammen mit Rice and Curry. Auch zu Gerichten wie Biriyani wird sie gerne als fruchtige Dekoration serviert. Die süsse und leicht säuerliche Ananas passt überraschend gut zu den würzigen Gerichten.
Kleiner Tipp für Ananassaft
Wenn du frischen Ananassaft selber machst, brauchst du eigentlich gar nicht viel. Gib einfach die frische Ananas in den Mixer. Beim Mixen entsteht oben dieser wunderbar luftige Ananasschaum. Für mich fast das Beste am ganzen Saft.
Wann ist Saison für Ananas in Sri Lanka?
Ananas kannst du in Sri Lanka grundsätzlich das ganze Jahr über finden. Je nach Anbaugebiet, Erntezeit und Wetter kann das Angebot jedoch schwanken.

Papaya
English: Papaya / Papaw
German: Papaya
Sinhala: පැපොල් (Papol)
Tamil: பப்பாளி (Pappāḷi)
Papaya ist eine weitere Frucht, an der du in Sri Lanka kaum vorbeikommst. Du findest sie auf Märkten, an Fruchtständen, im Supermarkt und natürlich auch immer wieder auf dem Frühstücksteller in Hotels und Restaurants.
Wie schmeckt Papaya in Sri Lanka?
Papaya ist definitiv Geschmackssache. Eine reife Papaya hat weiches und saftiges Fruchtfleisch und einen milden, süssen Geschmack. Das Fruchtfleisch ist je nach Sorte gelblich bis kräftig orange oder rötlich. Wenn du Papaya bisher nicht besonders mochtest, lohnt es sich trotzdem, sie hier noch einmal zu probieren. Wie bei Mango und Ananas macht es einen Unterschied, ob eine Frucht lange Transportwege hinter sich hat oder dort gegessen wird, wo sie wächst und richtig reifen kann.
Papaya wird hier auch sehr gerne als frischer Saft getrunken. Dafür wird die reife Frucht zu einem wunderbar cremigen Papaya Juice verarbeitet.
Mein persönlicher Papaya Tip
Und hier noch ein ganz persönlicher Tipp von mir. Wenn meine Verdauung einmal etwas ins Stocken gerät, trinke ich morgens auf nüchternen Magen ein grosses Glas frischen Papaya Saft. Bei mir persönlich hilft das tatsächlich ziemlich zuverlässig und meistens dauert es danach nicht allzu lange, bis sich mein Darm bemerkbar macht.
Papaya enthält Ballaststoffe und das Enzym Papain und wird allgemein mit der Verdauung in Verbindung gebracht. Natürlich reagiert jeder Körper anders, aber falls du auf deiner Reise einmal mit Verstopfung zu kämpfen hast, kannst du es ja einmal ausprobieren.
Papaya wird auch unreif gegessen
Papaya muss nicht immer orange, weich und süss sein. Auch die unreife grüne Papaya wird in Sri Lanka verwendet. Sie ist deutlich fester und hat noch nicht den typischen süssen Geschmack einer reifen Papaya. Grüne Papaya kann gekocht und für verschiedene Gerichte verwendet werden. So lernst du auch bei dieser Frucht wieder zwei ziemlich unterschiedliche Seiten kennen.
Wann ist Saison für Papaya in Sri Lanka?
Papayas werden in Sri Lanka das ganze Jahr über angebaut und sind deshalb meistens problemlos erhältlich. Wie bei anderen Früchten können Angebot, Qualität und Preis je nach Wetter, Region und Ernte trotzdem variieren.

Königskokosnuss
English: King Coconut
German: Königskokosnuss
Sinhala: තැඹිලි (Thambili)
Tamil: செவ்விளநீர் (Sevvila Neer)
Wenn du durch Sri Lanka reist, wirst du sie kaum übersehen können. Die leuchtend orangefarbenen King Coconuts hängen an kleinen Strassenständen, vor Shops und manchmal einfach direkt am Strassenrand. Auf Sinhala heisst die King Coconut Thambili und sie gehört für mich definitiv zu Sri Lanka dazu.
Was ist der Unterschied zwischen King Coconut und normaler Kokosnuss?
Auch wenn sie ähnlich aussehen, ist die King Coconut nicht einfach nur eine orangefarbene Version der normalen Kokosnuss. King Coconuts werden hauptsächlich wegen ihres Kokoswassers getrunken. Im Inneren befindet sich viel Flüssigkeit und bei jüngeren Früchten eine dünne, weiche Schicht Fruchtfleisch.
Eine normale Kokosnuss wird dagegen vor allem wegen ihres Fruchtfleisches verwendet. Daraus entstehen zum Beispiel Kokosmilch und frisch geraspelte Kokosnuss, die aus der sri lankischen Küche kaum wegzudenken sind.
Wie schmeckt King Coconut
Das Wasser ist leicht süsslich, erfrischend und hat einen milden Kokosgeschmack. Besonders an einem heissen Tag gibt es kaum etwas Besseres als eine kalte Thambili. Du bekommst sie häufig direkt am Strassenrand. Die Kokosnuss wird vor deinen Augen geöffnet, ein Strohhalm hinein und schon kannst du trinken.
Thambili ist nicht nur unglaublich erfrischend, sondern liefert dem Körper gleichzeitig Flüssigkeit und verschiedene Elektrolyte wie Kalium. Gerade im heissen und feuchten Klima Sri Lankas ist das natürlich besonders angenehm. Wenn du den ganzen Tag unterwegs bist, viel schwitzt oder einfach eine Erfrischung brauchst, ist eine frische Thambili deshalb eine tolle natürliche Alternative zu einem süssen Softdrink.
Das Kokoswasser besteht hauptsächlich aus Wasser, enthält von Natur aus Elektrolyte und ist gleichzeitig relativ kalorienarm. Natürlich ist es kein Wundermittel, aber an einem heissen Tag in Sri Lanka fühlt sich eine frische Thambili manchmal tatsächlich genau danach an.
Und noch ein kleiner Tipp: Wenn du deine Thambili ausgetrunken hast, wirf sie noch nicht weg. Lass sie dir aufschneiden. Je nach Reifegrad findest du innen eine dünne Schicht weiches, fast geleeartiges Fruchtfleisch, dass du direkt aus der Schale essen kannst.
Wann ist Saison für Kokosnüsse?
King Coconuts findest du in Sri Lanka praktisch das ganze Jahr über. Wie bei anderen Früchten können Preis und Verfügbarkeit je nach Region, Wetter und Ernte variieren.

Kokosnuss
English: Coconut
German: Kokosnuss
Sinhala: පොල් (Pol)
Tamil: தேங்காய் (Thengai)
Wenn es eine Zutat gibt, die aus der sri lankischen Küche kaum wegzudenken ist, dann ist es die Kokosnuss. Während die King Coconut hauptsächlich getrunken wird, begegnet dir die normale Kokosnuss in Sri Lanka in unzähligen Gerichten.
Kokosnuss gehört in Sri Lanka einfach dazu
Frisch geraspelte Kokosnuss, Kokosmilch und Kokosöl werden täglich verwendet. Besonders bei Rice and Curry wirst du schnell merken, wie wichtig Kokosnuss für die sri lankische Küche ist.
Aus frisch geraspelter Kokosnuss entsteht zum Beispiel Pol Sambol, eines der bekanntesten Sambols Sri Lankas. Dafür wird Kokosnuss unter anderem mit Chili, Zwiebeln und Limette vermischt. Auch für viele Currys wird Kokosmilch verwendet. Sie sorgt für die cremige Konsistenz und gleicht gleichzeitig die Schärfe der Gewürze wunderbar aus. Und dann gibt es natürlich noch Pol Roti, bei dem die frisch geraspelte Kokosnuss direkt in den Teig kommt.
Du siehst also ziemlich schnell: Eine Kokosnuss ist hier nicht einfach eine Frucht, die irgendwo an einer Palme hängt. Sie ist ein fester Bestandteil des täglichen Lebens und vor allem der Küche.
Jung oder reif macht einen Unterschied
Auch bei der normalen Kokosnuss spielt der Reifegrad eine Rolle. Junge Kokosnüsse enthalten mehr Flüssigkeit und weicheres Fruchtfleisch. Mit zunehmender Reife wird das Fruchtfleisch dicker und fester.
Genau dieses feste weisse Fruchtfleisch wird geraspelt oder ausgepresst, um daraus Kokosmilch herzustellen. Wenn du in Sri Lanka einmal dabei sein kannst, wenn Kokosnuss frisch geraspelt und anschliessend von Hand ausgepresst wird, wirst du schnell verstehen, warum frische Kokosmilch noch einmal ganz anders schmeckt als die aus der Dose.
Wann ist Saison für Kokosnüsse?
Kokosnüsse werden in Sri Lanka das ganze Jahr über geerntet. Sie gehören zu den Produkten, die du praktisch immer auf Märkten, in kleinen Shops und Supermärkten finden kannst.

Jackfruit
English: Jackfruit
German: Jackfruit
Sinhala: කොස් (Kos)
Tamil: பலாப்பழம் (Palāppaḻam)
Jetzt kommen wir zu einer meiner absoluten Lieblingsfrüchte. Ich liebe Jackfruit und zwar wirklich in jeder Variation. Und wenn du vegan lebst, ist Jackfruit sowieso ein kleiner Traum. Vielleicht kennst du sie bereits als Fleischalternative aus Europa. Hier in Sri Lanka lernst du aber erst einmal, wie unglaublich vielseitig diese riesige Frucht eigentlich ist.
Denn Jackfruit wird nicht nur auf eine Art gegessen. Je nach Reifegrad verändert sich ihr Geschmack und ihre Konsistenz komplett. Sie wird für Currys verwendet, gekocht, reif als süsse Frucht gegessen und sogar die Kerne landen später noch auf dem Teller.
Polos, Kos und Waraka
Jackfruit begegnet dir in Sri Lanka in verschiedenen Reifestadien und dadurch in völlig unterschiedlichen Gerichten.
Polos ist die junge, unreife Jackfruit. Sie wird gekocht und besonders gerne als Curry zubereitet. Polos Curry ist herzhaft, würzig und die Jackfruit nimmt die Gewürze wunderbar auf. Wenn du Jackfruit aus Europa als vegane Fleischalternative kennst, kommt dir diese Variante wahrscheinlich am bekanntesten vor.
Wenn die Jackfruit weiter heranreift, wird sie als Kos verwendet. Das Fruchtfleisch wird gekocht und kann zum Beispiel zusammen mit Kokosnuss und anderen Beilagen gegessen werden. Jackfruit ist dadurch nicht einfach nur eine Frucht, sondern kann ein richtiger Bestandteil einer Mahlzeit sein.
Und dann kommt mein persönlicher Favorit: Waraka.
Reife Jackfruit, mein absoluter Favorit
Wenn die Jackfruit vollständig reif ist, verändert sie sich komplett. Das Fruchtfleisch wird gelb, weich und süss und entwickelt einen intensiven tropischen Geschmack. Frische Waraka nach einem Rice and Curry und mein Herz geht auf.
Die einzelnen Fruchtstücke werden einfach mit den Fingern gegessen. Im Inneren befindet sich jeweils ein grosser Kern. Und den solltest du auf keinen Fall wegwerfen.
Und sogar die Kerne werden gegessen
Das ist für mich eines der schönsten Beispiele dafür, wie viel von einer einzigen Frucht verwendet werden kann.
Wir legen die Kerne beim Essen einfach auf die Seite. Salmans Tante röstet sie danach und darauf freue ich mich jedes Mal fast genauso sehr wie auf die Jackfruit selbst. Geröstet bekommen die Kerne eine ganz andere Konsistenz und einen leicht nussigen Geschmack. Mich erinnern sie tatsächlich ein wenig an Marroni. Die Kerne können in Sri Lanka aber nicht nur geröstet werden. Sie werden auch gekocht und für verschiedene Gerichte und Currys verwendet.
Aus einer einzigen riesigen Jackfruit entstehen so je nach Reifegrad und Zubereitung komplett unterschiedliche Gerichte. Vom würzigen Polos Curry über gekochte Jackfruit bis zur süssen Waraka und am Ende werden sogar noch die Kerne gegessen.
Ein Besuch auf dem Markt lohnt sich
Wenn du die Möglichkeit hast, geh auf einen lokalen Markt und halte Ausschau nach Jackfruit. Besonders spannend finde ich es, zuzusehen, wie die riesige Frucht direkt vor Ort geöffnet und zerlegt wird. Erst dann sieht man, wie viel eigentlich in so einer Jackfruit steckt und wie die einzelnen Teile herausgelöst und für die unterschiedlichen Verwendungsarten vorbereitet werden.
Jackfruit enthält übrigens einen ziemlich klebrigen Milchsaft. Wenn du eine ganze Jackfruit selbst aufschneiden möchtest, solltest du darauf vorbereitet sein.
Wie schmeckt Jackfruit?
Das lässt sich bei Jackfruit gar nicht mit nur einem Geschmack beantworten. Junge Jackfruit ist mild und nimmt beim Kochen wunderbar die Gewürze eines Currys auf. Gekochte Jackfruit ist sättigend und hat wiederum eine ganz andere Konsistenz. Reife Waraka dagegen ist süss, weich, aromatisch und intensiv fruchtig. Und die gerösteten Kerne sind leicht nussig und erinnern mich persönlich ein wenig an Marroni.
Eigentlich bekommst du mit einer einzigen Jackfruit also gleich mehrere komplett unterschiedliche Geschmackserlebnisse.
Wann ist Saison für Jackfruit in Sri Lanka?
Jackfruit ist in Sri Lanka über einen längeren Zeitraum erhältlich. Die Hauptsaison kann je nach Region, Niederschlag und Wetter variieren. Da die Frucht in unterschiedlichen Reifestadien verwendet wird, kann sie dir ausserdem zu verschiedenen Zeiten und in ganz unterschiedlichen Formen begegnen.

Rambutan
English: Rambutan
German: Rambutan
Sinhala: රඹුටන් (Rambutan)
Tamil: ரம்புட்டான் (Rambuttan)
Wenn in Sri Lanka Rambutan Saison ist, kannst du sie eigentlich kaum übersehen. Plötzlich liegen diese kleinen roten Früchte überall an den Strassenständen und auf den Märkten.
Allein optisch gehört Rambutan wahrscheinlich zu den Früchten, die für viele Reisende erst einmal etwas speziell aussehen. Die rote bis rötlich gelbe Schale ist mit weichen, haarähnlichen Stacheln bedeckt. Gefährlich sind die aber überhaupt nicht.
Wie isst man Rambutan?
Die Schale wird einfach geöffnet und darunter kommt das weisse bis das leicht durchsichtige Fruchtfleisch zum Vorschein. In der Mitte befindet sich ein Kern, um den das Fruchtfleisch herumliegt. Den Kern isst du nicht mit.
Wenn die Früchte schön reif sind, lässt sich die Schale meistens ziemlich einfach mit den Fingern öffnen. Du brauchst also weder Messer noch sonst irgendetwas dafür.
Wie schmeckt Rambutan?
Rambutan ist süss, saftig und leicht floral. Die Konsistenz erinnert ein wenig an Litschi, genauso wie der Geschmack, wobei Rambutan für mich trotzdem seinen ganz eigenen Geschmack hat. Wenn du Litschis magst, solltest du Rambutan in Sri Lanka auf jeden Fall probieren.
Auch bei Rambutan gibt es verschiedene Sorten. Deshalb wirst du Früchte mit unterschiedlichen Farben und Grössen entdecken. Manche sind kräftig rot, andere eher gelblich oder orange und auch die Süsse und wie gut sich das Fruchtfleisch vom Kern löst können sich unterscheiden.
Wann ist Rambutan Saison in Sri Lanka?
Die Hauptsaison liegt in vielen Anbaugebieten ungefähr zwischen Juni und August. Je nach Region kann Rambutan aber auch zu anderen Zeiten geerntet werden.
Deshalb gilt auch hier: Unser Saisonkalender ist eine Orientierung. Wenn du während der Rambutan Saison in Sri Lanka bist, wirst du es aber ziemlich schnell merken, denn dann tauchen die Früchte gefühlt überall auf.

Mangosteen
English: Mangosteen
German: Mangostan
Sinhala: මැංගුස් (Mangus)
Tamil: மங்குஸ்தான் (Mangustān)
Aussen dunkelviolett und ziemlich unscheinbar, innen schneeweiss und in einzelne kleine Segmente aufgeteilt. Mangosteen gehört definitiv zu den Früchten, die man einmal probiert haben sollte, wenn man während der Saison in Sri Lanka ist.
Und nein, Mangosteen hat trotz des Namens geschmacklich überhaupt nichts mit Mango zu tun.
Wie isst man Mangosteen?
Die dicke violette Schale wird geöffnet und im Inneren findest du mehrere weisse Fruchtsegmente. Je nach Segment kann sich darin ein Kern befinden. Das weisse Fruchtfleisch wird gegessen, die dicke Schale nicht.
Beim Öffnen solltest du übrigens ein wenig aufpassen. Der dunkelviolette Saft der Schale kann ziemlich stark färben.
Wie schmeckt Mangosteen?
Mangosteen ist süss, leicht säuerlich, saftig und gleichzeitig unglaublich aromatisch. Die Konsistenz ist weich und zart. Der Geschmack ist gar nicht so einfach mit einer europäischen Frucht zu vergleichen. Genau deshalb würde ich dir empfehlen, sie einfach selbst zu probieren.
Kleines Detail beim Öffnen der Frucht: Schau dir einmal die Unterseite einer Mangosteen genauer an. Dort findest du eine kleine blütenartige Form. Die Anzahl dieser einzelnen Teile gibt dir einen Hinweis darauf, wie viele Fruchtsegmente sich ungefähr im Inneren befinden. Ein kleines Detail, das ich ziemlich faszinierend finde, sobald man es einmal weiss.
Wann ist Mangosteen Saison in Sri Lanka?
Mangosteen ist deutlich saisonaler als Früchte wie Banane oder Papaya. Die Hauptsaison fällt ungefähr in die Monate Mai bis September, wobei sich die genaue Verfügbarkeit je nach Region und Wetter unterscheiden kann.
Wenn du Mangosteen an einem Strassenstand entdeckst, würde ich deshalb nicht unbedingt denken: Das probiere ich später einmal. Je nachdem, wann du in Sri Lanka unterwegs bist, ist später vielleicht keine mehr da.

Durian / Stinkfrucht
English: Durian
German: Durian / Stinkfrucht
Sinhala: දූරියන් (Durian)
Tamil: துரியன் (Durian)
Kommen wir zu einer Frucht, bei der sich die Geister scheiden: Durian. Entweder du liebst sie oder du fragst dich, warum um alles in der Welt Menschen freiwillig etwas essen, das so riecht.
Durian wird nicht ohne Grund häufig als Stinkfrucht bezeichnet. Wenn die Früchte reif sind, haben sie einen unglaublich intensiven Geruch. Und mit intensiv meine ich wirklich intensiv. Aber genau deshalb solltest du dich vom Geruch nicht direkt abschrecken lassen. Denn der Geschmack ist noch einmal eine ganz andere Geschichte.
Wie schmeckt Durian?
Das Fruchtfleisch ist weich, dick und unglaublich cremig. Fast ein wenig wie eine sehr reichhaltige Creme oder ein Pudding. Geschmacklich ist Durian schwierig zu beschreiben. Sie ist süss, cremig und gleichzeitig hat sie dieses ganz eigene Aroma, das sich kaum mit einer anderen Frucht vergleichen lässt.
Und genau das macht sie wahrscheinlich zu einer dieser Früchte, die du wirklich selbst probieren musst, um zu entscheiden, auf welcher Seite du stehst.
Wie isst man Durian?
Die grosse stachelige Schale wird geöffnet und im Inneren befinden sich mehrere Kammern mit weichem Fruchtfleisch. In jedem Stück befindet sich ein grosser Kern, der nicht roh mitgegessen wird.
Wenn du Durian zum ersten Mal probierst, würde ich nicht gleich eine ganze Frucht kaufen. Auf Märkten und an Fruchtständen bekommst du während der Saison teilweise bereits geöffnete Früchte oder einzelne Stücke. So kannst du dich erst einmal langsam an das Durian Erlebnis herantasten.
Warum darf Durian manchmal nicht mit hinein?
Vielleicht entdeckst du in Teilen Asiens Schilder, auf denen Durian in Hotels, öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderen Innenräumen verboten ist. Der Grund dafür ist nicht die Frucht selbst, sondern ihr intensiver Geruch. Dieser kann sich ziemlich hartnäckig in geschlossenen Räumen halten.
Falls du Durian kaufst, würde ich sie deshalb am besten direkt draussen essen und nicht unbedingt für später mit ins Hotelzimmer nehmen.
Wann ist Durian Saison in Sri Lanka?
Durian ist in Sri Lanka eine saisonale Frucht und nicht das ganze Jahr über gleich gut verfügbar. Die Hauptsaison liegt ungefähr in den Monaten Juni bis August, kann sich aber je nach Anbaugebiet, Niederschlag und Wetter verschieben.
Während der Saison findest du die grossen stacheligen Früchte vor allem auf Märkten und an Fruchtständen. Und selbst wenn du sie nicht sofort siehst, besteht eine ziemlich gute Chance, dass du sie zuerst riechst.

Stachelannone / Sauersack
English: Soursop
German: Stachelannone / Sauersack
Sinhala: කටු අනෝදා (Katu Anoda)
Tamil: முள் சீத்தாப்பழம் (Mul Seetha Pazham)
Soursop gehört zu den Früchten, die viele Reisende zum ersten Mal in Sri Lanka entdecken. Von aussen ist sie grün, relativ gross und mit weichen Stacheln bedeckt. Innen erwartet dich dagegen weisses, weiches und sehr saftiges Fruchtfleisch.
Auf Sinhala heisst die Frucht Katu Anoda. Katu bedeutet so viel wie Stachel oder Dorn und wenn du die Frucht anschaust, ergibt der Name ziemlich schnell Sinn.
Wie schmeckt Soursop?
Soursop ist süss und gleichzeitig angenehm säuerlich. Das Fruchtfleisch ist weich, saftig und teilweise fast schon cremig. Der Geschmack ist schwierig mit nur einer anderen Frucht zu vergleichen. Je nach Reife erinnert er ein wenig an eine Mischung verschiedener tropischer Früchte mit einer frischen Säure.
Im Fruchtfleisch befinden sich mehrere grosse schwarze Kerne. Diese werden beim Essen entfernt und nicht mitgegessen.
Soursop Saft
Eine meiner liebsten Arten, Soursop zu probieren, ist als frischer Saft. Soursop Juice ist cremiger als viele andere Fruchtsäfte und hat durch die Kombination aus Süsse und Säure einen richtig erfrischenden Geschmack. Wenn du ihn auf einer Getränkekarte in Sri Lanka entdeckst, lohnt es sich definitiv, ihn einmal zu probieren.
Du kannst Soursop natürlich auch einfach frisch essen. Dafür wird die reife Frucht geöffnet und das weiche Fruchtfleisch herausgelöst.
Wann ist Soursop Saison in Sri Lanka?
Soursop kann in Sri Lanka über längere Zeiträume im Jahr verfügbar sein. Wie häufig du sie auf Märkten und an Fruchtständen findest, hängt allerdings von Region, Ernte und Wetter ab. Sie gehört definitiv zu den Früchten, bei denen ich zugreifen würde, wenn ich eine schöne reife entdecke, anstatt darauf zu vertrauen, dass sie beim nächsten Marktbesuch wieder dort liegt.

Zimtapfel / Rahmapfel
English: Sugar Apple / Sweetsop
German: Zimtapfel / Rahmapfel
Sinhala: සීනි අනෝදා (Seeni Anoda)
Tamil: சீத்தாப்பழம் (Seetha Pazham)
Und dann gibt es noch Seeni Anoda. Wenn du bereits ein wenig Sinhala kennst, verrät dir der Name schon ziemlich gut, was dich erwartet. Seeni bedeutet Zucker.
Im Gegensatz zur stacheligen Katu Anoda ist die Sugar Apple kleiner und hat eine grüne Schale, die aus vielen einzelnen rundlichen Segmenten zu bestehen scheint. Wenn sie reif ist, wird sie weich und lässt sich relativ einfach öffnen.
Wie schmeckt Zimtapfel?
Der Name ist hier Programm. Das helle Fruchtfleisch ist sehr süss, weich und cremig. Die Konsistenz erinnert fast ein wenig an eine Creme und geschmacklich gehört sie definitiv zu den süsseren Früchten Sri Lankas.
Du kannst sie einfach öffnen und das Fruchtfleisch direkt aus der Schale essen. Allerdings braucht es ein wenig Geduld, denn im Fruchtfleisch verstecken sich ziemlich viele dunkle Kerne. Diese werden nicht mitgegessen.
Katu Anoda oder Seeni Anoda?
Die beiden Namen können am Anfang etwas verwirrend sein, deshalb hier eine einfache Eselsbrücke: Katu Anoda ist die grössere Soursop mit den Stacheln und dem süss säuerlichen Geschmack. Seeni Anoda ist die kleinere Sugar Apple mit der segmentierten Schale und dem sehr süssen, cremigen Fruchtfleisch.
Wenn du beide findest, würde ich tatsächlich beide probieren. Obwohl sie miteinander verwandt sind, schmecken sie ziemlich unterschiedlich und auch die Konsistenz ist nicht vergleichbar.
Mein persönlicher Favorit ist ganz klar Seeni Anoda. Katu Anoda mag ich zwar auch, aber die Konsistenz ist mir persönlich ein wenig zu schlabbrig. Genau das ist aber das Spannende an all diesen Früchten: Probieren musst du sie eigentlich selbst, denn am Ende sind die Geschmäcker verschieden.
Wann ist Sugar Apple Saison in Sri Lanka?
Sugar Apples werden in Sri Lanka in verschiedenen Regionen angebaut und sind saisonal erhältlich. Die genaue Erntezeit kann je nach Region und Wetter variieren.
Wie bei Soursop gilt deshalb auch hier: Wenn du sie auf einem Markt schön reif findest, ist das eine gute Gelegenheit, sie direkt mitzunehmen.

Holzapfel
English: Wood Apple
German: Holzapfel
Sinhala: දිවුල් (Divul)
Tamil: விளாம்பழம் (Vilampazham)
Wood Apple gehört definitiv zu den Früchten Sri Lankas, bei denen du dich beim ersten Anblick vielleicht fragst, was genau du damit anfangen sollst. Von aussen sieht die Frucht ein wenig wie eine grosse, graubraune Kugel aus. Die Schale ist hart und holzig und muss aufgebrochen werden, um an das Fruchtfleisch im Inneren zu gelangen.
Und dann kommt vielleicht die nächste Überraschung. Das Fruchtfleisch ist braun, dick und sieht, sagen wir einmal, nicht unbedingt so aus, dass du sofort hineinbeissen möchtest.
Wie schmeckt Wood Apple?
Wood Apple hat einen ziemlich speziellen Geschmack. Das Fruchtfleisch ist süss säuerlich, sehr aromatisch und hat einen intensiven Eigengeschmack, der sich nur schwer mit anderen Früchten vergleichen lässt. Auch die Konsistenz ist speziell. Das Fruchtfleisch ist dick, klebrig und enthält viele kleine Samen. Wood Apple wird deshalb häufig nicht einfach pur gegessen, sondern beispielsweise zu einem Getränk verarbeitet.
Wood apple juice
Und hier kann ich definitiv aus eigener Erfahrung sprechen. Wood Apple Juice sieht erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig aus. Der Saft ist braun und ganz ehrlich: Die Farbe finde ich persönlich nicht gerade besonders appetitlich.
Aber natürlich habe ich ihn trotzdem probiert. Ehrlich gesagt ist es bei einmal geblieben
Salman liebt Wood Apple Juice. Mich kannst du damit hingegen jagen. Ich mag den Geschmack wirklich überhaupt nicht.
Aber genau deshalb gehört er für mich trotzdem in diesen Guide. Geschmäcker sind schliesslich verschieden und Wood Apple ist eine dieser Früchte, die du in Europa kaum irgendwo frisch kennenlernen wirst. Vielleicht probierst du den Saft und verstehst danach überhaupt nicht, was mein Problem damit ist.
Wie wird Wood apple juice gemacht?
Für den Saft wird das Fruchtfleisch aus der harten Schale gelöst und mit Wasser vermischt. Je nach Zubereitung kommen noch Zucker und teilweise weitere Zutaten dazu. Dadurch entsteht ein eher dickflüssiges Getränk mit seiner typisch braunen Farbe und dem intensiven Geschmack der Frucht.
Wenn du Wood Apple Juice bestellst, darfst du also keinen leichten, klaren Fruchtsaft erwarten. Er ist eher kräftig, dick und geschmacklich ziemlich eigen.
Wann ist Wood Apple Saison in Sri Lanka?
Wood Apple ist in Sri Lanka saisonal erhältlich, wobei die genaue Erntezeit je nach Region und Wetter variieren kann. Auch ausserhalb der Zeit, in der du die frischen Früchte überall siehst, kann dir Wood Apple trotzdem begegnen. Besonders als Saft, Getränk oder in anderen verarbeiteten Produkten ist Divul in Sri Lanka ziemlich bekannt.
Mein Fazit bleibt allerdings: Probieren solltest du ihn unbedingt einmal. Ob es danach bei diesem einen Mal bleibt, entscheidest du selbst.

Guave
English: Guava
German: Guave
Sinhala: පේර (Pera)
Tamil: கொய்யா (Koyya)
Guave gehört definitiv zu meinen Lieblingsfrüchten in Sri Lanka. Ich könnte sie wirklich ständig essen und finde, dass sie einer der besten Snacks für zwischendurch ist.
Vielleicht kennst du Guave bereits aus Europa, aber hier findest du sie in verschiedenen Sorten und Grössen. Und wie bei vielen anderen Früchten lohnt es sich, einfach einmal unterschiedliche Varianten zu probieren.
Wie schmeckt Guave?
Guave hat einen frischen, süssen bis leicht säuerlichen Geschmack. Je nach Sorte und Reifegrad kann das Fruchtfleisch ziemlich knackig oder auch weicher sein.
Auch farblich gibt es Unterschiede. Während manche Guaven innen weiss oder hellgrün sind, haben andere wunderschön rosafarbenes Fruchtfleisch. Die kleinen Kerne im Inneren kannst du grundsätzlich mitessen. Und auch die Schale ist essbar, weshalb du die Frucht nach dem Waschen einfach aufschneiden und direkt geniessen kannst.
Guave mit Chili und Salz
Eine meiner liebsten Varianten ist Guava mit etwas Chili und Salz. Gerade wenn die Frucht noch etwas fester und leicht säuerlich ist, passt diese Kombination unglaublich gut. Die frische Guava, ein wenig Salz und die Schärfe des Chilis ergeben einen richtig leckeren Snack.
Wenn du in Sri Lanka an einem Fruchtstand Guava entdeckst, probiere sie deshalb unbedingt einmal auf diese Art.
Wann ist Guave Saison in Sri Lanka?
Guava ist in Sri Lanka über weite Teile des Jahres erhältlich. Je nach Sorte, Region und Wetterbedingungen können die Erntezeiten allerdings variieren.

Passionsfrucht
English: Passion Fruit
German: Passionsfrucht
Sinhala: වැල් දොඩම් (Wel Dodam)
Tamil: கொடித்தோடை (Kodi Thodai)
Passion Fruit ist eine dieser Früchte, die mich mit ihrem intensiven Geschmack jedes Mal wieder begeistern. Vor allem frisch kann sie unglaublich lecker sein. Allerdings solltest du wissen, dass eine frische Passionsfrucht auch ziemlich sauer sein kann.
Wie schmeckt Passion Fruit?
Das Fruchtfleisch ist saftig, aromatisch und hat eine intensive Mischung aus Süsse und Säure. Im Inneren befinden sich zahlreiche kleine schwarze Kerne, die von gelblichem Fruchtfleisch umgeben sind. Diese kannst du problemlos mitessen.
Du kannst die Frucht einfach halbieren und auslöffeln. Wenn sie dir pur zu sauer ist, gibt es aber noch viele andere Möglichkeiten, sie zu geniessen.
Mein absoluter Lieblingsdrink: Passion Fruit Virgin Mojito
In Sri Lanka werden unglaublich leckere Getränke mit frischer Passion Fruit zubereitet. Mein absoluter Favorit ist ein Passion Fruit Virgin Mojito. Frische Passionsfrucht, Limette, Minze und Eis. Für mich gibt es kaum ein besseres Getränk an einem heissen Tag.
Auch frischer Passion Fruit Juice ist richtig lecker. Dabei wird die Frucht häufig mit Wasser und etwas Zucker zubereitet, um die natürliche Säure auszugleichen.
Wenn du gerne säuerliche Früchte magst, solltest du Passion Fruit unbedingt einmal frisch probieren. Und falls dir das zu sauer ist, bestell dir einfach einen frischen Saft oder einen Virgin Mojito.
Wann ist Passion Fruit Saison in Sri Lanka?
Passionsfrüchte werden in verschiedenen Regionen Sri Lankas angebaut und können über längere Zeiträume im Jahr erhältlich sein. Die genaue Verfügbarkeit hängt von Region, Sorte und Wetter ab.

Wassermelone
English: Watermelon
German: Wassermelone
Sinhala: කොමඩු (Komadu)
Tamil: தர்பூசணி (Tharpoosani)
Wassermelone ist wahrscheinlich einer dieser Klassiker, die fast jeder liebt. Und mal ganz ehrlich: Was gibt es Besseres, als an einem heissen Strandtag ein grosses Stück frische Wassermelone zu essen? Gerade in Sri Lanka, wo es das ganze Jahr über warm ist, gehört sie für mich einfach dazu.
Wie schmeckt Wassermelone?
Süss, saftig und unglaublich erfrischend. Wassermelone besteht zu einem grossen Teil aus Wasser und ist deshalb gerade bei hohen Temperaturen ein wunderbarer Snack.
Ich liebe Wassermelone übrigens auch besonders dann, wenn ich krank bin. Gerade wenn ich wenig Appetit habe, ist ein Stück frische, saftige Melone für mich oft genau das Richtige. Und das ist tatsächlich noch ein kleiner Grund mehr, warum ich Sri Lanka liebe. Hier bekomme ich sie praktisch das ganze Jahr über.
Wassermelonensaft in Sri Lanka
Wassermelone wird hier nicht nur frisch gegessen, sondern auch sehr gerne als Saft getrunken. Auf vielen Getränkekarten findest du deshalb Watermelon Juice. Frisch zubereitet und gekühlt ist er natürlich ebenfalls wunderbar erfrischend.
Ich persönlich bevorzuge allerdings die frische Frucht. Ein grosses Stück Wassermelone zum Reinbeissen ist für mich einfach besser als ein Glas Saft.
Wann ist Wassermelone Saison in Sri Lanka?
Wassermelonen werden in Sri Lanka in verschiedenen Regionen angebaut und sind durch unterschiedliche Anbau- und Erntezeiten praktisch das ganze Jahr über erhältlich.

Avocado
English: Avocado
German: Avocado
Sinhala: අලිගැට පේර (Aligata Pera)
Tamil: வெண்ணெய்ப்பழம் (Vennai Pazham)
Avocado kennst du wahrscheinlich vor allem als Guacamole, auf einem Stück Brot oder als Zutat in einem Salat. So kannte ich sie jedenfalls aus Europa. In Sri Lanka habe ich dann aber zum ersten Mal Avocado als Getränk probiert. Und das ist tatsächlich eine ziemlich andere Art, diese Frucht zu geniessen.
Wie schmeckt Avocado?
Avocado hat einen milden, leicht nussigen Geschmack und eine wunderbar cremige Konsistenz. Anders als bei vielen anderen Früchten steht hier nicht die natürliche Süsse im Vordergrund. Genau deshalb lässt sie sich sowohl für herzhafte als auch für süsse Gerichte verwenden.
Avocado Juice in Sri Lanka
Während wir Avocado in Europa vor allem mit herzhaften Gerichten verbinden, wird sie in Sri Lanka gerne auch süss zubereitet. Besonders beliebt sind cremige Avocadogetränke. Dafür wird das Fruchtfleisch beispielsweise mit Milch oder einer pflanzlichen Alternative und Zucker gemixt. Teilweise wird auch Kondensmilch verwendet. Das Ergebnis ist eher ein cremiger Shake als ein klassischer Fruchtsaft.
In modernen Cafés und Restaurants findest du natürlich auch Avocado Toast, Guacamole und andere herzhafte Gerichte. Aber wenn du in Sri Lanka Avocado Juice auf einer Getränkekarte entdeckst, weisst du jetzt, was dich ungefähr erwartet.
Kleiner Tipp für Veganer: Frag bei Avocadogetränken unbedingt nach den Zutaten. Häufig werden Milch oder gesüsste Kondensmilch verwendet.
Wann ist Avocado Saison in Sri Lanka?
Avocados werden in Sri Lanka vor allem in geeigneten Anbaugebieten im feuchteren Landesinneren und im Hochland angebaut. Die Erntezeiten unterscheiden sich je nach Sorte und Region. Deshalb findest du Avocados nicht unbedingt zu jeder Jahreszeit gleich häufig oder zum gleichen Preis.

Granatapfel
English: Pomegranate
German: Granatapfel
Sinhala: දෙළුම් (Delum)
Tamil: மாதுளை (Mathulai)
Granatapfel ist für mich einer dieser Snacks, die eigentlich immer gehen. Die kleinen roten Kerne schmecken wunderbar frisch, süss und gleichzeitig leicht säuerlich. Und irgendwie macht es einfach Spass, sie zu essen.
Wie schmeckt Granatapfel?
Die saftigen Kerne haben einen fruchtigen, süss säuerlichen Geschmack. Je nach Sorte und Reifegrad kann die Süsse unterschiedlich intensiv sein. Du kannst sie einfach pur essen, als Dessert servieren oder für verschiedene Gerichte verwenden.
Ich finde Granatapfel zum Beispiel auch richtig lecker in Salaten. Die kleinen Kerne sorgen nicht nur für Farbe, sondern bringen auch eine frische, fruchtige Note hinein.
Mein Tipp: Chia Pudding mit Mango und Granatapfel
Eine meiner liebsten Kombinationen ist Chia Pudding mit Kokosmilch, frischer Mango und Granatapfel. Die cremige Kokosmilch, die süsse Mango und die leicht säuerlichen Granatapfelkerne passen unglaublich gut zusammen.
Wann ist Granatapfel Saison in Sri Lanka?
Granatäpfel werden in Sri Lanka teilweise lokal angebaut, insbesondere in trockeneren Regionen. Ein Teil des Angebots stammt allerdings auch aus dem Import. Deshalb können Herkunft, Preis und Verfügbarkeit je nach Jahreszeit und Angebot unterschiedlich sein.

Sternfrucht
English: Star Fruit / Carambola
German: Sternfrucht / Karambole
Sinhala: කාමරංගා (Kamaranga)
Tamil: விளிம்பிப்பழம் (Vilimbi Pazham)
Star Fruit kannte ich tatsächlich schon aus der Schweiz. Dort habe ich sie bereits einmal probiert, natürlich importiert. Aber Leute, eine Star Fruit zum ersten Mal frisch direkt vom Baum zu essen, ist einfach etwas ganz anderes! Ich liebe sie!
Und nicht nur geschmacklich ist sie etwas Besonderes. Auch optisch macht die Frucht ihrem Namen alle Ehre. Denn wenn du sie in Scheiben schneidest, entstehen wunderschöne kleine Sterne.
Wie schmeckt Sternfrucht?
Star Fruit ist knackig, unglaublich saftig und je nach Sorte und Reifegrad süss bis ziemlich sauer. Was mich besonders begeistert hat, war der Unterschied zwischen der importierten Frucht, die ich aus der Schweiz kannte, und einer frisch gepflückten Star Fruit hier in Sri Lanka.
Frisch vom Baum schmeckt sie für mich einfach noch einmal ganz anders. Viel saftiger, aromatischer und unglaublich erfrischend. Die Schale ist übrigens essbar. Du kannst die Frucht nach dem Waschen direkt in Scheiben schneiden oder einfach hineinbeissen.
Wie wird die Sternfrucht gegessen?
Am liebsten esse ich sie natürlich frisch. Gerade an einem heissen Tag ist sie ein wunderbarer Snack. Durch ihre Sternform eignet sie sich aber auch perfekt als Dekoration für Fruchtteller, Desserts oder Getränke.
In Sri Lanka werden besonders die saureren Früchte ausserdem für verschiedene Zubereitungen verwendet, beispielsweise für Pickles und Chutneys.
Wichtig zu wissen: Menschen mit Nierenerkrankungen sollten Star Fruit meiden, da sie bestimmte Stoffe enthält, die bei eingeschränkter Nierenfunktion gefährlich werden können.
Wann ist Sternfrucht Saison in Sri Lanka?
Star Fruit wächst im tropischen Klima Sri Lankas und kann je nach Region und Wetter über längere Zeiträume im Jahr Früchte tragen. Die Verfügbarkeit kann allerdings schwanken.

Rosenapfel / Wasserapfel
English: Rose Apple / Water Apple
German: Rosenapfel / Wasserapfel
Sinhala: ජම්බු (Jambu)
Tamil: ஜம்பு (Jambu)
Jambu gehört definitiv zu meinen Lieblingsfrüchten in Sri Lanka. Und das Beste daran? Wir haben sogar einen eigenen Jambu Baum in unserem Garten. Darüber freue ich mich wirklich sehr, denn was gibt es Schöneres, als frische Früchte direkt aus dem eigenen Garten zu essen?
Wie schmeckt Jambu?
Jambu ist knackig, unglaublich saftig und hat einen eher milden, leicht süsslichen Geschmack. Je nach Sorte findest du rote, rosafarbene oder hellere Früchte. Viele haben eine glockenartige Form und eine dünne, glatte Schale.
Das Fruchtfleisch ist hell und enthält sehr viel Wasser. Gerade an einem heissen Tag ist das wunderbar erfrischend. Jambu ist für mich deshalb ein perfekter Snack für zwischendurch.
Wie wird Jambu in Sri Lanka gegessen?
Am liebsten esse ich Jambu einfach frisch oder gebe sie auch gerne in einen frischen Salat. Du kannst sie aber auch mit etwas Salz und Chili probieren. Wie bei vielen anderen Früchten in Sri Lanka passt diese Kombination besonders gut, wenn die Früchte noch etwas weniger süss sind.
Übrigens werden unter dem Namen Jambu verschiedene verwandte Früchte angeboten. Deshalb können Form, Farbe und Geschmack etwas unterschiedlich sein.
Wann ist Jambu Saison in Sri Lanka?
Jambu Bäume tragen je nach Art, Region und Wetter zu unterschiedlichen Zeiten Früchte. Teilweise sind auch mehrere Ernten im Jahr möglich.

Ambarella / Goldpflaume
English: Ambarella / June Plum
German: Ambarella / Goldpflaume
Sinhala: ඇඹරැල්ලා (Amberella)
Tamil: அம்பரெல்லா (Ambarella)
Ambarella gehört zu den Früchten, die du vielleicht noch nie gesehen hast, bevor du nach Sri Lanka gekommen bist. Die Früchte sind grün bis gelblich, ungefähr oval und sehen auf den ersten Blick etwas unscheinbar aus. Aber lass dich davon nicht täuschen.
Wie schmeckt Ambarella?
Ambarella ist besonders im unreifen Zustand ziemlich sauer und knackig. Mit zunehmender Reife wird sie weicher und etwas süsser, behält aber häufig eine angenehme Säure. Im Inneren befindet sich ein harter, faseriger Stein, um den das Fruchtfleisch herumliegt.
Ambarella in der sri lankischen Küche
Ambarella wird in Sri Lanka nicht nur als frische Frucht gegessen, sondern auch für verschiedene Gerichte verwendet. Besonders bekannt ist Ambarella Curry. Dabei werden die Früchte mit Gewürzen gekocht und bekommen einen würzigen, süss säuerlichen Geschmack.
Auch für Chutneys und Pickles wird Ambarella verwendet. Wenn du gerne saure Früchte magst, kannst du sie natürlich auch frisch mit etwas Salz und Chili probieren.
Wann ist Ambarella Saison in Sri Lanka?
Ambarella ist in Sri Lanka saisonal erhältlich. Je nach Region und Wetter können die Bäume zu unterschiedlichen Zeiten Früchte tragen.

Ceylon Olive (Veralu)
English: Ceylon Olive
German: Ceylon Olive
Sinhala: වෙරළු (Veralu)
Tamil: வெரலு (Veralu)
Bei Veralu solltest du dich vom englischen Namen nicht täuschen lassen. Denn auch wenn die Frucht als Ceylon Olive bekannt ist, handelt es sich nicht um die klassische Olive, die wir aus dem Mittelmeerraum kennen. Veralu ist eine kleine, grüne Frucht, die in Sri Lanka besonders wegen ihres säuerlichen Geschmacks geschätzt wird.
Wie schmeckt Veralu?
Veralu schmeckt sauer, leicht herb und kann je nach Reifegrad eine etwas zusammenziehende Wirkung im Mund haben. Im Inneren befindet sich ein harter Stein.
Wenn du Früchte liebst, die nicht einfach nur süss sind, könnte Veralu genau dein Geschmack sein.
Wie wird Veralu gegessen?
Besonders beliebt ist Veralu eingelegt oder als würziger Snack mit Salz und Chili. Auch für Pickles und andere traditionelle Zubereitungen wird die Frucht verwendet. Wenn du auf einem lokalen Markt unterwegs bist, halte ruhig einmal Ausschau nach diesen kleinen grünen Früchten.
Wann ist Veralu Saison in Sri Lanka?
Veralu ist eine saisonale Frucht. Wann du sie frisch findest, hängt von Region, Ernte und Wetter ab.

Indische Stachelbeere / Amla
English: Indian Gooseberry / Amla
German: Indische Stachelbeere / Amla
Sinhala: නෙල්ලි (Nelli)
Tamil: நெல்லிக்காய் (Nellikai)
Nelli gehört zu den Früchten, bei denen du dich auf einen ziemlich intensiven Geschmack einstellen solltest. Die kleinen, rundlichen Früchte sind grünlich bis gelb und sehen eigentlich recht harmlos aus.
Wie schmeckt Nelli?
Nelli ist sehr sauer, leicht bitter und herb. Besonders typisch ist das etwas zusammenziehende Gefühl im Mund.
Wenn du gerne süsse, saftige Früchte isst, ist Nelli wahrscheinlich nicht unbedingt deine erste Wahl. Trotzdem lohnt es sich, sie kennenzulernen, denn sie wird in Sri Lanka auf verschiedene Arten verwendet.
Für was ist Nelli bekannt?
Nelli enthält von Natur aus viel Vitamin C und spielt auch in traditionellen südasiatischen Ernährungs- und Heiltraditionen eine Rolle. In Sri Lanka findest du Nelli beispielsweise als Saft, eingelegt oder in verschiedenen traditionellen Zubereitungen.
Gerade als Nelli Juice wird die intensive Säure häufig durch die Zugabe von Wasser und Zucker ausgeglichen.
Wann ist Nelli Saison in Sri Lanka?
Nelli wird in Sri Lanka angebaut und ist je nach Anbaugebiet und Erntezeit saisonal erhältlich.

Bengalische Quitte / Bael
English: Bael / Beli Fruit
German: Bengalische Quitte / Bael
Sinhala: බෙලි (Beli)
Tamil: வில்வம் (Vilvam)
Beli ist eine weitere Frucht, die du in Europa wahrscheinlich nicht besonders häufig zu Gesicht bekommst. Von aussen sieht sie wie eine rundliche Frucht mit einer ziemlich harten Schale aus. Um an das Fruchtfleisch zu gelangen, muss die Schale aufgebrochen werden.
Wie schmeckt Beli?
Das Fruchtfleisch ist gelblich bis orange, dick und aromatisch. Je nach Reifegrad hat es einen süssen, leicht säuerlichen Geschmack. Auch die Konsistenz ist speziell, denn Beli ist nicht so saftig wie beispielsweise Mango oder Wassermelone.
Beli als Getränk
In Sri Lanka ist Beli besonders auch als Getränk bekannt. Aus dem Fruchtfleisch kann ein dickflüssiger Saft zubereitet werden, der häufig mit Wasser und etwas Zucker vermischt wird. Ausserdem ist Beli Mal, ein traditioneller Kräutertee aus getrockneten Blüten des Beli Baumes, in Sri Lanka bekannt.
Beli wird in traditionellen Anwendungen auch mit der Verdauung in Verbindung gebracht. Das bedeutet allerdings nicht, dass Beli Getränke medizinische Behandlungen ersetzen können.
Wann ist Beli Saison in Sri Lanka?
Beli ist saisonal erhältlich. Die genaue Erntezeit kann sich je nach Region und Wetter unterscheiden.

Drachenfrucht
English: Dragon Fruit / Pitaya
German: Drachenfrucht
Sinhala: ඩ්රැගන් ෆෘට් (Dragon Fruit)
Tamil: டிராகன் பழம் (Dragon Pazham)
Dragon Fruit gehört wahrscheinlich zu den schönsten Früchten, die du auf einem Markt entdecken kannst. Mit ihrer kräftig pinkfarbenen Schale und den grünen Spitzen sieht sie fast schon ein wenig künstlich aus. Und auch das Innere ist ein echter Hingucker.
Wie schmeckt Dragon Fruit?
Dragon Fruit hat einen milden, leicht süssen Geschmack und ein saftiges Fruchtfleisch mit vielen kleinen schwarzen Kernen. Je nach Sorte ist das Fruchtfleisch weiss oder kräftig pink bis rot.
Die Konsistenz erinnert ein wenig an Kiwi, geschmacklich ist Dragon Fruit allerdings meistens deutlich milder. Du kannst die Frucht einfach halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln oder die Schale entfernen und sie in Stücke schneiden.
Dragon fruit in Sri Lanka
Dragon Fruit wird mittlerweile auch in Sri Lanka angebaut. Du findest sie beispielsweise auf Märkten, in Supermärkten und auf Fruchttellern in Hotels und Restaurants.
Auch für Smoothies, Fruchtsalate und Desserts eignet sie sich wunderbar. Besonders die Sorten mit rotem Fruchtfleisch sorgen dabei für eine unglaublich intensive Farbe.
Wann ist Dragon Fruit Saison in Sri Lanka?
Dragon Fruit wird in Sri Lanka in verschiedenen Anbaugebieten kultiviert. Die Ernte erfolgt je nach Standort und Wetter in mehreren Phasen, weshalb die Frucht über längere Zeiträume erhältlich sein kann.

Erdbeeren
English: Strawberry
German: Erdbeere
Sinhala: ස්ට්රෝබෙරි (Strawberry)
Tamil: ஸ்ட்ராபெரி (Strawberry)
Erdbeeren in Sri Lanka? Ja, tatsächlich! Ich war ehrlich gesagt ziemlich überrascht, als ich erfahren habe, dass hier auch Erdbeeren angebaut werden.
Denn bei Sri Lanka denken wir wahrscheinlich zuerst an Mangos, Papayas, Kokosnüsse und andere tropische Früchte. Erdbeeren hätte ich dagegen eher weniger erwartet.
Wo wachsen Erdbeeren in Sri Lanka?
Erdbeeren werden vor allem in den kühleren Hochlandregionen angebaut, besonders rund um Nuwara Eliya. Durch die höheren Lagen und das deutlich kühlere Klima sind die Bedingungen dort ganz anders als beispielsweise an der Küste von Negombo.
Wenn du einmal in Nuwara Eliya unterwegs bist, wirst du deshalb auch Erdbeerfarmen, frische Erdbeeren und verschiedene Erdbeerprodukte entdecken können.
Wie schmecken Erdbeeren in Sri Lanka?
Jetzt muss ich allerdings als Schweizerin etwas zugeben. So schön ich es finde, dass es hier Erdbeeren gibt, für mich kommen sie geschmacklich nicht an unsere Schweizer Erdbeeren heran.
Sorry, aber ich finde einfach, dass wir in der Schweiz die besten Erdbeeren haben. Die Erdbeeren, die ich bisher in Sri Lanka probiert habe, waren meistens etwas kleiner und geschmacklich nicht ganz so intensiv, wie ich es aus der Schweiz kenne.
Natürlich hängt das immer auch von der Sorte, der Reife und der Ernte ab. Vielleicht entdecke ich ja irgendwann noch die perfekte sri lankische Erdbeere, die mich vom Gegenteil überzeugt.
Bis dahin bleiben Schweizer Erdbeeren für mich aber ganz klar auf Platz eins.
Erdbeeren in Nuwara Eliya
Wenn du Nuwara Eliya besuchst, lohnt es sich trotzdem, die lokal angebauten Erdbeeren zu probieren. Neben frischen Erdbeeren findest du dort je nach Anbieter auch Erdbeermarmelade, Desserts und Getränke.
Wann ist Erdbeer Saison in Sri Lanka?
Erdbeeren werden in Sri Lanka hauptsächlich in den kühleren Hochlandregionen angebaut. Die Verfügbarkeit hängt von Anbaumethode, Wetter und Erntezeit ab. Deshalb sind lokal angebaute Erdbeeren nicht überall und zu jeder Jahreszeit gleich gut erhältlich.
Importierte Früchte in Sri Lanka
Natürlich findest du in Sri Lanka nicht nur tropische Früchte, die direkt auf der Insel wachsen. Auch Äpfel, Birnen, Trauben, Orangen und viele weitere Früchte, die wir aus Europa kennen, werden hier verkauft. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: Ein grosser Teil dieser Früchte wird importiert.
Gerade Äpfel und Birnen werden überwiegend aus dem Ausland eingeführt, da das tropische Klima Sri Lankas für den grossflächigen Anbau vieler europäischer Obstsorten nicht ideal ist. Bei Orangen und Trauben ist die Situation etwas anders. Auch diese Früchte werden importiert, allerdings gibt es in Sri Lanka ebenfalls lokale Anbaugebiete für bestimmte Zitrusfrüchte und Trauben.
Warum sind importierte Früchte oft teurer?
Wenn du in Sri Lanka einmal im Supermarkt vor einem Regal mit importierten Äpfeln, Birnen oder Trauben stehst, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass die Preise teilweise ziemlich hoch sind.
Das liegt unter anderem an den Transportkosten, den Importabgaben und der Lagerung. Gerade Früchte, die gekühlt transportiert und gelagert werden müssen, können dadurch deutlich teurer sein als lokal angebaute Früchte.
Deshalb lohnt es sich, beim Einkaufen auch einmal die Früchte zu probieren, die gerade Saison haben und direkt aus Sri Lanka stammen. Nicht nur wegen des Preises, sondern vor allem wegen des Geschmacks. Und wer weiss, vielleicht entdeckst du dabei eine neue Lieblingsfrucht, von der du vorher noch nie gehört hast.
Was kosten Früchte in Sri Lanka?
Eine Frage, die sich wahrscheinlich viele Reisende stellen: Sind Früchte in Sri Lanka eigentlich günstig?
Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.
Sri Lanka hat eine unglaubliche Vielfalt an lokal angebauten Früchten. Besonders während der jeweiligen Hauptsaison kannst du viele davon zu attraktiven Preisen kaufen. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass jede Frucht hier immer günstig ist.
Warum die Preise so unterschiedlich sein können
Die Preise hängen von verschiedenen Faktoren ab. Besonders wichtig sind die Saison, das Wetter, die Erntemenge und natürlich auch der Ort, an dem du einkaufst.
Während der Hauptsaison kann eine Frucht deutlich günstiger sein als ausserhalb der Saison. Starke Regenfälle oder schlechte Ernten können wiederum dazu führen, dass die Preise steigen.
Auch zwischen einem lokalen Markt, einem kleinen Fruchtstand und einem Supermarkt können die Unterschiede ziemlich gross sein. Und manchmal verändern sich die Preise sogar innerhalb weniger Tage.
Wo kauft man Früchte am besten?
Ich persönlich finde es immer wieder spannend, über die lokalen Märkte in Sri Lanka zu schlendern. Hier entdeckst du nicht nur eine riesige Auswahl an Früchten, sondern kannst häufig auch direkt beobachten, wie sie vorbereitet, aufgeschnitten oder verkauft werden. Natürlich bekommst du viele Früchte auch in Supermärkten oder an kleinen Ständen am Strassenrand.
Natürlich bekommst du viele Früchte auch in Supermärkten oder an kleinen Ständen am Strassenrand. Mein Tipp: Schau dich ruhig an verschiedenen Orten um und vergleiche die Preise. Besonders bei saisonalen Früchten lohnt sich das.
Und wenn du eine Frucht nicht kennst, frag einfach nach ihrem Namen oder wie man sie isst. Genauso entdeckt man manchmal die spannendsten Dinge.
Gerade wenn du eine Allergie oder starke Unverträglichkeit hast, kann es sehr hilfreich sein, die wichtigsten Sätze in Sinhala oder Tamil griffbereit zu haben.
Saisonkalender: Wann haben welche Früchte in Sri Lanka Saison?
In Sri Lanka findest du das ganze Jahr über eine grosse Auswahl an frischen Früchten. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede, denn nicht jede Frucht ist zu jeder Jahreszeit gleich häufig erhältlich.
Besonders spannend finde ich, wie sich das Angebot auf den Märkten im Laufe des Jahres verändert. Während du Bananen, Papayas oder Kokosnüsse praktisch immer findest, gibt es andere Früchte, auf die man regelrecht warten muss.
Die folgende Tabelle zeigt dir, wann du welche Früchte in Sri Lanka besonders gut finden kannst.


Die Angaben sind Richtwerte, keine garantierten Erntetermine. Bei Früchten mit stark regionalen oder uneinheitlichen Erntezeiten habe ich bewusst keine exakten Monate behauptet.
Grundlage sind unter anderem die Fruchtinformationen des sri lankischen Landwirtschaftsministeriums und ein vom Landwirtschaftsprojekt ASMP veröffentlichter Fruchtkalender.
Mein Tipp: Frag auf dem Markt einfach, welche Früchte gerade besonders gut sind. Die Verkäufer wissen meistens am besten, was frisch geerntet wurde. Und wie bereits erwähnt, darfst du häufig sogar etwas probieren.
Mein Fazit: Sri Lanka ist ein Paradies für Früchteliebhaber
Ich glaube, du hast mittlerweile gemerkt, dass ich Früchte liebe. Und Sri Lanka macht es einem wirklich einfach, diese Liebe noch ein bisschen mehr auszuleben
Was mich immer wieder begeistert, ist nicht nur die unglaubliche Vielfalt, sondern auch, wie unterschiedlich die Früchte hier verwendet werden. Was bei uns einfach als süsser Snack gegessen wird, landet hier vielleicht mit Chili und Salz auf dem Teller oder wird zu einem würzigen Curry verarbeitet.
Und selbst Früchte, die ich bereits aus der Schweiz kannte, habe ich hier teilweise noch einmal ganz neu entdeckt.
Natürlich schmeckt mir nicht alles. Wood Apple Juice darf Salman gerne alleine trinken und auch mit Katu Anoda werde ich wohl keine besonders grosse Freundschaft schliessen. Dafür könnte ich jeden Tag frische Guava, Jambu oder reife Jackfruit essen.
Und das Schöne daran? Ich entdecke selbst immer wieder neue Früchte, Sorten und Zubereitungsarten.
Wenn du also nach Sri Lanka reist, probiere unbedingt auch einmal etwas, das du noch nie gesehen hast. Frag auf dem Markt nach, lass dir zeigen, wie man die Frucht isst, und trau dich, etwas Neues auszuprobieren. Vielleicht findest du dabei ja deine neue Lieblingsfrucht.



